Geschichte und History des Clubhauses am Luise-Kisselbach

Nun ist es schon über 24 Jahre her, als wir den ehemaligen Kiosk mit Toilettenzugang von der Stadt München erhalten haben.

Als junger Motorradclub mit dem Namen "Hells Bells MC" born on 84/85 waren wir (ich) schon einige Zeit "on the Road", mit der Zeit dachte man darüber nach sich eine Bleibe zu suchen, da der "Elsenheimer Garten" doch langsam zu eng wurde ,es trafen sich dort Slaugtherers MC, Earls of Darkness, Grawwolfs MC, Gypsy MC and more und der Wirt leider die Gaststätte aufgab (Erwin, ein schwarzer Ex-Boxer).nach langem suchen zB. Hundeverein u.ä. kam man an einen Streetworker der Stadt München. Der gab uns einige Tips, die ich hier nicht weiter erläutern möchte, aber nach einer weile bekamen wir das Angebot von 2 Stillgelegten "Örtchen", das eine, war am Ratzinger Platz und das andere, das jetzige Luki-Häusl. Wir entschieden uns für das kleinere, da weniger Umbauten vonnöten waren ,was uns auch eine Menge Geld ersparte.

Wir waren glaub ich der erste und einzige Club der sich ein Clubhaus aussuchen konnte :-)

Nach der Entscheidung ging es wieder über den Streetworker, der uns in Verbindung mit dem Liegenschaftsamt brachte.

Zudem mussten wir beim Bezirksausschuss unser Plädoyer zum besten geben, warum und wieso , danach gab es eine Abstimmung per Handzeichen und wir hatten das Häusl in der Tasche.

Später ging es wieder zum Liegenschaftsamt, die uns einen mehrseitigen Mietvertrag zur Unterschrift vorlegten, der schnell unterschrieben wurde. Das einzige Manko war, das der Schlüssel nicht aufzufinden war, so verging von Beantragung bis zur Schlüsselübergabe ein gutes halbes Jahr.

Einen Monat vor der ersten BU Biker-Demo  1992 bekamen wir den Schlüssel und so konnte bis zur Demo das Häusl umgebaut werden. Hinzu kam allerdings noch vorher ein Statik Gutachten um diverse Zwischenwände herausreißen zu dürfen, was wiederum langwierige Gänge zum Planungsbüro einbrachten. Wie die Baupläne aussahen möchte ich nicht weiter erwähnen, nur soviel....es ist anders gebaut worden als auf den Plänen verzeichnet wurde.. aber egal.

Die Decke hält eine Schneelast von 1 Meter aus...punkt aus..

Inzwischen sind alte Videos aufgetaucht , die belegen wie wir das Häusl umgebaut haben , zB. mit einem Muldenkipper , der mit seinem Schwenkarm durch die Türe schob , mit einer Kette und einem Loch in der Wand ,wurde so mal ratz Fatz eine Mauer rausgerissen.. Ein dank gilt Hr.Bütow, der uns mit mehreren Schutt-Containern für umme und diversen raus reißen geholfen hat.

Es muss noch dazugesagt werden das wir zu Anfang keinen Strom  und somit mit Vorschlaghammer und Meißel die Fließen und Seitenwände herausgeschlagen haben, bei  dem der Arm, des Kippmulders nicht heranreichte.

Irgend einer kam auf die Gloreiche Idee beim "Wöllinger" nachzufragen ob sie uns Strom leihen würden.. gesagt wie getan legten wir eine Leitung über mehrere Straßen und konnten den Rest mit einer Hilti verrichten , was um ein vieles einfacher war..

Der Rest ist schnell erzählt, bei einem Holzhandel wurde kubik weise Abfallholz angekarrt und mit Dachlatten in den Wänden verspreizt und genagelt.. und notdürftig eingerichtet was man eben so Zuhause rumliegen hatte...

Nun gingen die Jahre ins Land und aus dem " Hells Bells MC"  wurde aus "Vernunft" Gründen nach einem neuen Namen gesucht.. Dabei ging auch noch fast ein Jahr ins Land und man entschied sich für den Namen "Wells Fargo Company MC".

In der ganzen Zeit hatte man doch immer wieder einen wechsel und Neuerungen von Mitgliedern ,es sind immerhin 20 Jahre ins Land gegangen und dürften gesamt so bei 60-70 Mitgliedern gewesen sein ,vom Anfang der "Hells Bells MC" bis Ende des "Wells Fargo Company MC" Der aufgrund einer US-Klage den Namen / Domain abgeben musste und kurze zeit bis zur Schließung nur noch "WFC MC " hieß  und ich den Club verlassen habe, aber das Häusl trotzdem noch auf meinem Namen lief.

Man versuchte erst noch das Häusl gemeinsam zu nutzen was aber gehörig daneben ging und wir  entschlossen habe, meinen alten Ex Club hinauszuwerfen, nachdem sie alles heimlich ausgeräumt ,die Kasse geplündert hatten und der inzwischen neu gegründete Streetfighterstammtisch "Streetfighters Nomads" mit ein paar alten Ex-Mitgliedern des WFCs das Häusl alleine zu übernehmen.

Tja und nun sitzen wir wie ein "Fels in der Brandung" am Luise-Kiesselbach-Platz und trotzen der Riesen Baustelle, unzählige Abholzungen, als Müllabladestelle,Obdachlosenunterkunft ,diversen zerstörungswütigen die die Bewegungsmelder zerschlagen, das Banner (Logo) mitgehen lassen und sogar einen feigen Sabotage Akt, der uns das Vordach an, bzw. abgesägt hat ,anscheinend in der Hoffnung das es den einen oder anderen aus versehen oder mit Absicht erschlägt, seis als Gast oder als Mitglied.

Nun läuft das Häusl der "Streetfighters Nomads" schon über 12 Jahre mit all seinen höhen und tiefen, mit alten Mitgliedern , neuen Mitstreitern und mit super Gästen,die uns unterstützen und uns einen guten Grund geben ,es noch weiterhin 25 Jahre zu meistern...

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Nun sind gewisse Leute auf uns aufmerksam geworden :-) von 1993/94 bis 2017 ist ja nicht solange..

Hier ein Auszug von Hallo München geschrieben und Interview mit Claudia Schuri

Biker-Clubheim oder Kiosk? Diese Frage kam bei der Präsentation der Pläne zur Oberflächengestaltung des Luise-Kiesselbach-Platzes auf. Auf der Fläche soll eine neue grüne Oase entstehen. Einige Bürger wünschen sich dort, wo der Motorradclub „Streetfighters Nomads“ seit fast 25 Jahren seine Heimat hat, einen öffentlichen Imbiss und Toiletten.

Ein kleines unscheinbares Backsteinhäuschen, auf dem Dach ein Motorrad, an der Wand hängt ein Schild, auf dem ein Biker und die Aufschrift „Streetfighters Nomads“ zu sehen sind. Wer die Nordseite des Luise-Kiesselbach-Platzes betritt, kommt am Clubheim der Streetfighters Nomads vorbei. Seit fast 25 Jahren haben die Biker dort ihre Heimat – doch soll das auch in Zukunft so bleiben? Darüber gibt es unterschiedliche Meinungen, wie sich bei der Präsentation der Pläne für die Oberflächengestaltung des Luise-Kiesselbach-Platzes zeigte.

Ein Vorschlag der Bürger war, einen öffentlichen Kiosk und Toiletten auf dem Platz zu errichten. Als Standort kam das Vereinsheim des Motorradclubs Streetfighters Nomads ins Gespräch. „Es passt einfach nicht mehr dazu“, fand zum Beispiel Maria Hemmerlein, stellvertretende BA-Vorsitzende (Grüne). Sie findet, dass die Fläche sinnvoller für die Allgemeinheit genutzt werden könnte „Wir sollten dem Club einen Ersatz zur Verfügung stellen und das Clubhaus in die Gestaltung integrieren“, regte sie an.

Die Streetfighters Nomads jedoch möchten in dem 36 Quadratmeter kleinen Häuschen, das ganz früher bereits einmal ein

Kiosk war, bleiben. Als die Biker das Gebäude nach der Vermittlung eines Streetworkers übernahmen, war innen alles herunter gekommen. Jetzt ist es „das letzte Paradies“, sagt Biker Roland Apfelbacher (Foto rechts). Die mit Holz verkleideten Wände sind voll mit Fotos, Blechschildern,

Accessoires, sogar ein alter Tank ist als Dekoration aufgehängt. „Man kommt und schlüpft in eine andere Welt“, findet Regine Lörcher (Foto links), die Frau von Apfelbacher. Die Biker bezweifeln, dass dieses Gefühl in einem anderen Vereinsheim gleich bliebe. „Alles ist hier mit so vielen Erinnerungen verknüpft“, sagt Lörcher. Sie befürchtet außerdem, dass es nicht leicht sein wird, ein gleichwertiges Gebäude zum selben Mietpreis zu finden. „Hier hat alles gepasst“, sagt Roland Apfelbacher, „und wir hatten immer ein gutes Verhältnis mit allen, es hat nie Beschwerden gegeben.“ Er hat für das Clubhaus einen unbefristeten Mietvertrag mit dem Kommunalreferat. Das Vereinsheim ist derzeit in die Platz-Planungen Planungen integriert, es soll an das neue Wegenetz angeschlossen werden. „Bis jetzt haben wir keine Anhaltspunkte, um zu kündigen“, sagt Bernd Plank, Pressesprecher am Kommunalreferat. Die Streetfighters Nomads sehen die Oberflächengestaltung positiv. „Hauptsache grün wird es“, sagt Apfelbacher.

Das wird es tatsächlich: Die 1,7 Hektar große Oberfläche wird bis zum Sommer 2018 begrünt. Wie Andreas Hermann vom städtischen Gartenbau erklärte, ist in der Mitte des dreiecksförmigen Platzes eine 5000 Quadratmeter große Wiese vorgesehen. Im nördlichen Bereich gibt es einen 1190 Quadratmeter großen Festplatz mit Schotterrasen und Platz für einen Maibaum. Geht es nach den Bürgern, die bei der Vorstellung anwesend waren, soll um den Festplatz ein Kiesweg verlaufen.

Sie wünschen sich außerdem eine ausreichende Zahl an Bänken, zum Beispiel am Gänseliesel-Brunnen. Der wiederum soll nicht am südlichen Ende der Fläche, sondern eher in der Platzmitte platziert werden, da dort der Verkehr nicht so störend sei. Im Süden könne stattdessen ein Rodelhügel errichtet werden, schlugen einige Bürger vor. Darüber wurde kontrovers diskutiert, schließlich ließ Hermann abstimmen. Die Mehrheit der Bürger entschied sich gegen den Hügel.
Claudia Schuri

Wir bedanken uns herzlichst für Ihr Interesse und für erhalt an unserem "letzten Paradies"

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Ps, wem es nicht gefällt, das  es ein alter Ziegelbau ist, wir haben nichts dagegen wenn es "Außen" verschönert wird, bzw die Außenfassade neu gestalten werden würde. Hätten es schon lange gemacht, aber  ist ja nicht unser Eigentum ,da kann man nicht so einfach los legen...

Und ein Kiosk überlebte damals schon nicht, die kosten für die Öffentliche Toiletten waren sicherlich auch nicht ohne, darum schloss die Stadt München das Häuschen. damals hätte der neue Gas Anschluss über 25.000 DM gekostet, das war 1994...was kostet heute sowas, vor allem muß man dazu die NEUE Fahrbahn aufreißen..super Idee lieber BA Sendling-Westpark....

Ich hoffe doch als Mieter, das man doch mich selbst frägt und nicht einfach irgend jemand daher kommt, über 5 Ecken und den Mietvertrag kündigt... ist ja wie  wenn man Alte langjährige Mieter/Rentner aus der Wohnung wirft ,weil man luxussanieren will... oder?

 

Update : Bei dem Liegenschaftsamt kommen immer wieder Anträge ein, anscheinend massiv vom BA Sendling Westpark, wegen unserem Vereinsheim das in einen Kiosk mit Toiletten zurück gebaut werden soll. Lieber BA Herr K,S. dann kommen SIE persönlich an einem offenen Clubabend vorbei und reden mit uns PERSÖNLICH von Angesicht zu Angesicht!

UND was die Schlagringe im Logo betrifft, NEIN wir sind keine Strassenkämpfer die auf Gewalt aus sind, sondern der SCHLAGRING ist ein Synonym für den Stil was die Motorräderumbauten/Scene usw haben. Das ganze schwappte aus Großbritannien zu uns nach Deutschland, da man dort anfing aus alten oder verunfallten Motorräder kostengünstige Bikes zu bauen. Ähnlich wie bei Choppern (kommt von choppen(abspecken), nur fahren wir keine Harleys oder Chopper die "knattern".. für alle die nur "singen und klatschen " in der Schule hatten.....

In diesem Sinne "Fight on "

Roland   SF-Nomads

 

 

 

 

Kontakt

Clubhaus am 

Luise-Kiesselbach-Platz 1B

81377 München

Öffnungszeiten

2ter Samstag im Monat ab 19.00 Uhr